Ulysse Nardin-Chef zeigt sich mit laufendem Jahr zufrieden

Der neue Chef der Neuenburger Uhrenmarke Ulysse Nardin Patrick Pruniaux zieht bereits vor dem Jahresende ein vorsichtig positives Fazit zum Geschäftsjahr. 2017 habe sich bis jetzt nicht schlecht präsentiert, sagte er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Pruniaux, der seit zwei Monaten den Uhrenhersteller leitet, sieht auch die ganze Branche nach der Krise wieder im Aufwind. «Man stellt ein Wiederanziehen der Nachfrage fest», sagte er. Genauere Angaben zum Geschäftsverlauf der zur französischen Gruppe Kering gehörenden Uhrenmarke machte Pruniaux nicht.

Für das kommende Geschäftsjahr will Pruniaux vor allem die bereits wichtigen Märkte in Osteuropa und in den USA bearbeiten. Gleichzeitig sieht er grosses Absatzpotenzial in Asien und in der Schweiz.

Bei der Produktentwicklung setzt Pruniaux in erster Linie auf die bewährten Stärken der analogen Uhren. Im ganzen Gerede um Smartwatches seien die Kunden vergessen gegangen, sagte der frühere Apple-Angestellte. Pruniaux beabsichtigt darum auch nicht, mit Ulysse Nardin selbst eine intelligente Uhr zu produzieren. «Ich weiss nicht, was wir besser als Apple machen könnten.» Vielmehr soll die Neuenburger Uhrenmarke mit leichter Bedienbarkeit, der Lesbarkeit und einem guten Preis-Leistungsverhältnis punkten.

Ulysse Nardin beschäftigt weltweit insgesamt 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wovon rund 300 in der Schweiz.