Zug, ZSC und Bern stehen vor lösbaren Aufgaben

Einzig Schweden stellt in den Achtelfinals der Champions Hockey League mehr Teams als die Schweiz. Zug, die ZSC Lions und Bern stehen in den heutigen Hinspielen vor lösbaren Aufgaben.

Zug beendete als einziger der vier Schweizer Vertreter die Gruppenphase im 1. Rang. Das Team von Trainer Harold Kreis trifft zunächst auswärts auf Kometa Brno, das in der vergangenen Saison erstmals seit 51 Jahren den tschechischen Meistertitel geholt hat.

Zwischen den beiden Mannschaften gibt es einige Parallelen. Sie stehen nicht nur zum ersten Mal in den Achtelfinals der Champions Hockey League, sie weisen auch ähnliche Formkurven auf. Beide starteten gut in ihre Meisterschaften und führten die Tabelle zwischenzeitlich an, gerieten zuletzt aber in ein Tief. Während der EVZ die vergangenen fünf Spiele in der National League verlor, verliess der Klub aus Brünn in fünf der letzten sechs Partien in der Extraliga das Eis als Verlierer.

Insofern ist die Königsklasse eine willkommene Abwechslung aus dem Alltag. Kometa Brno holte in der Gruppenphase einen Punkt mehr als der EVZ, verlor einzig das letzte Spiel gegen Malmö (0:3). Das zeugt von Stärke. Der unbestrittene Star der Mannschaft ist der 36-jährige Martin Erat, der 931 NHL-Partien bestritten und dabei 184 Tore sowie 384 Assists erzielt hat.

ZSC Lions gewarnt

Die auf dem Papier leichteste Aufgabe der Schweizer Teams haben die ZSC Lions, die es mit dem englischen Continental-Cup-Sieger Nottingham Panthers zu tun bekommen. Die Stadtzürcher sind aber gewarnt, liess doch Nottingham in der Gruppenphase den souveränen National-League-Leader Bern hinter sich.

Vor heimischem Publikum bezwangen die einen nordamerikanischen Stil pflegenden Panthers nicht nur den SCB (4:2), sondern auch auch TPS Turku (2:0), aktuell Zweiter in der finnischen Liga. Die enthusiastischen Fans wollen nun auch den Lions einheizen. Der ZSC tritt allerdings zuerst zu Hause an und kann sich somit eine gute Ausgangslage verschaffen, um zum zweiten Mal in Folge die Viertelfinals zu erreichen.

Bern will Premiere verhindern

Bern empfängt am Dienstag München – es ist das einzige Duell zweier aktueller Meister in ihren Ländern. Und beide holten zweimal hintereinander den Titel. München, das in der Gruppenphase fünf von sechs Spielen gewonnen und Brynäs aus Schweden sowie IFK Helsinki hinter sich gelassen hat, will als erste deutsche Mannschaft die Viertelfinals der Champions Hockey League erreichen. Die Hauptprobe missglückte allerdings, setzte es doch am Sonntag eine überraschende 1:2-Niederlage gegen Iserlohn ab. Die Münchner verloren erstmals seit dem 10. September in der DEL ein Heimspiel.

Der SCB dagegen hat 14 der letzten 15 Partien auf nationaler Ebene (inklusive Schweizer Cup) für sich entschieden. Dermassen unwiderstehlich, wie es diese Bilanz suggeriert, agierten die Berner aber nicht. In der Champions Hockey League zeigten sie zwei Gesichter: Zu Hause waren sie mit drei Siegen und einem Torverhältnis von 14:4 eine Macht, auswärts dagegen setzte es nur Niederlagen ab.

Die Rückspiele – sämtliche Schweizer Teams tauschten das Heimrecht ab – stehen am 7. November im Programm.