Rochat: «Noch sind viele Hürden zu überwinden»

Ein gutes Projekt, das jeden Tag noch besser werden soll – so sieht Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl das Olympia-Kandidaturprojekt von Sion 2026.

Jean-Philippe Rochat, Präsident des Kandidaturkomitees Sion 2026, sprach wenige Stunden nach dem Ja des Bundesrats für Olympische Winterspiele an einer Medienkonferenz in Bern von «grosser Freude über diesen Entscheid. Gleichzeitig tragen wir nun aber auch eine grosse Verantwortung.»

Der Lausanner Anwalt nahm damit Bezug auf die versprochene Unterstützung durch den Bund, die bis zu einer Milliarde Franken betragen kann. Rochat ist sich bewusst, «dass es viele Hürden gibt, die wir überwinden müssen. Zuerst national, danach auch international.» Er strebe deshalb eine Unterstützung möglichst der ganzen Schweizer Bevölkerung an, nicht nur diejenige der Leute aus den Gastgeberkantonen, so der der Präsident des Kandidaturkomitees.

Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic, äusserte sich am Mittwoch dahingehend, «dass Sion 2026 Emotionen auslösen wird und soll. Das ganze Projekt macht nur Sinn, wenn wir die Hürden im eigenen Land überspringen kann.» Danach gelte es, so Stahl, mit einem sehr guten Projekt auf die internationale Ebene zu treten. Und das Projekt sei bereits gut, so der Zürcher. «Trotzdem arbeiten viele Leute jeden Tag dafür, dass es noch besser wird.»

Sion 2026 als Liebesgeschichte?

Der Sittener Stadtpräsident Philippe Varone sprach davon, «wie stolz wir sind, diesem guten Projekt unseren Namen zu geben.» Nun gelte es, dass Sion («Eine natürliche Gastgeberstadt für Winterspiele.») und die Olympischen Spiele zu einer Liebesgeschichte würden, hofft Varone.

Am Mittwochmorgen hatte der Bundesrat seine Zustimmung zur Schweizer Olympia-Kandidatur Sion 2026 gegeben und versprochen, dass der Bund die Winterspiele in achteinhalb Jahren mit bis zu einer Milliarde Franken unterstützen wird.