Altendorf will mit tieferem Steuerfuss Firmen anlocken

Das kantonale Steuergesetz machts möglich: Für juristische Personen – sprich Firmen – und für natürliche Personen können unterschiedliche Steuerfüsse festgelegt werden. Auf kantonaler Ebene scheiterte ein entsprechendes Vorhaben im letzten Jahr. Dort hätten die Unternehmen stärker zur Kasse gebeten werden sollen. Den umgekehrten Weg schlägt nun Altendorf ein. An der Gemeindeversammlung vom 22. November wird den Bürgern generell eine Steuersenkung beantragt. Die Belastung für natürliche Personen soll von 100 auf 95 Prozent einer Einheit sinken, diejenige für Unternehmen von 100 auf 80 Prozent einer Einheit. Altendorf ist damit die erste Schwyzer Gemeinde, welche von dieser Möglichkeit Gebrauch macht und für natürliche und juristische Personen unterschiedliche Steuerfüsse festlegen will.

«Durch den tieferen Steuerfuss für die juristischen Personen soll Altendorf für Firmen attraktiver werden, so dass nach Möglichkeit mehr Arbeitsplätze geschaffen werden», begründet der Gemeinderat seinen Antrag. Allerdings ist Altendorf in Sachen Arbeitsplätze nicht schlecht bedient; nach Lachen ist Altendorf gemäss SZKB-Zahlenspiegel die Märchler Gemeinde mit den zweit meisten Arbeitsplätzen.

Wie Säckelmeister Markus Suter erklärte, wollte der Gemeinderat nicht mit einem stärker sinkenden Steuerfuss für natürliche Personen den Druck auf den Wohnungsmarkt und damit auf die Liegenschaftspreise erhöhen. Zudem werde angestrebt, möglichst viel Wertschöpfung in der eigenen Gemeinde zu haben. Vom tieferen Steuerfuss für Firmen profitieren auch die bereits in Altendorf ansässigen Unternehmen. Arbeitsplätze gehören wie Vereinsaktivitäten zu einem intakten Dorfleben, und dem möchte der Gemeinderat Altendorf weiterhin Sorge tragen. Mit dem Steuerfuss von 80 Prozent für juristische Personen zieht Altendorf gleichauf mit der Nachbargemeinde Freienbach, wo derzeit generell ein Gemeindesteuerfuss von 80 Prozent einer Einheit gilt. (fan)