Flüchtlinge sollen künftig zum RAV

Geeignete Jobs für Flüchtlinge werden aufgrund der Digitalisierung der Arbeitswelt rarer. Bild zvg

Die Umsetzung der Zuwanderungsinitiative sieht vor, dass sich Flüchtlinge künftig bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) melden. Geeignete Jobangebote sind allerdings Mangelware.

Geht es nach dem Willen des Bundesrates, soll der sogenannte Inländervorrang künftig auch für anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene gelten. Dies ist bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative so vorgesehen. Die Flüchtlinge sollen dann bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet werden. Das Ziel: Bevor sie Personal im Ausland rekrutieren, sollen Arbeitgeber Arbeitslosen im Inland eine Chance geben. Ein Bericht des Bundes geht davon aus, dass für jeden Flüchtling, der eine Stelle findet, die öffentlichen Finanzen um 35 000 bis 50 000 Franken entlastet werden könnten. Gelinge die Integration von zehn Prozent der stellensuchenden Flüchtlinge, könnten jährlich mindestens 28 Millionen Franken eingespart werden, so der Bericht. Der Bund geht weiter davon aus, dass 70 Prozent der Flüchtlinge zwischen 18 und 65 Jahren das Potenzial haben, eine Arbeit zu finden.

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