Das Steinfabrik-Areal soll renaturiert werden

Bundesbern spricht ein deutliches Verdikt in Bezug auf die künftige Nutzung des Steinfabrik-Areals in Pfäffikon. Die geplante Überbauung ist nicht gesetzeskonform. Der Schutz der Landschaft geniesst oberste Priorität.

Die Gretchenfrage, ob auf dem Steinfabrik-Areal gebaut werden kann, ist nach mehr als 25 Jahren Gerangel geklärt. Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) kommt in einem Gutachten zum Schluss, dass Bauen an einer derart seniblen Lage nicht erlaubt ist. Die einzigartige Landschaft sei zu schützen.

Darüber freut sich nebst Irene Herzog-Feusi, die seit 2006 einen öffentlichen Park auf dem Steinfabrik-Areal fordert, auch Raimund Rodewald, Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Er verfolgt das Geschehen rund um die riesige Industriebrache in Pfäffikon am See seit Jahren aufmerksam mit. «Ich bin froh um dieses unmissverständliche und klare Votum», so Rodewald. «Die Würfel sind gefallen. Jetzt wissen alle Beteiligten, woran sie sind.» Das Ergebnis des Gutachtens mache den aktuellen Gestaltungsplan obsolet, da er nachweislich bundesrechtswidrig sei.

Rodewald hofft, dass die Gemeinde Freienbach möglichst rasch eine Gesamtbetrachtung des ganzen Pfäffiker Unterdorfs an die Hand nimmt und Pläne für einen Nutzungstransfer konkretisiert. Denn in ihrem Gutachten schlägt die ENHK vor, die geplante Überbauung von Baurechtsnehmer Ueli Feusi mittels Landabtausch andernorts zu ermöglichen. Damit greift sie Rodewalds Stossrichtung auf, der sich schon lange für eine solche Lösung starkmacht. Unbeantwortet lässt das Gutachten die Frage, ob auf dem Steinfabrik-Areal unter bestimmten Voraussetzungen eine minimale Überbauung möglich wäre.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der Printausgabe vom Mittwoch.