Bundesanwaltschaft klagt 30-jährige Dschihadreisende an

Die Bundesanwaltschaft hat gegen eine 30-jährige mutmassliche Dschihadreisende aus dem Grossraum Zürich beim Bundesstrafgericht Anklage erhoben. Sie sieht es als erwiesen an, dass die Frau 2015 mit ihrem vierjährigen Kind nach Syrien reisen wollte.

Sie muss sich wegen Verstössen gegen das Verbot der Gruppierungen Al-Kaida und Islamischer Staat sowie verwandter Organisationen vor Gericht verantworten, wie die Bundesanwaltschaft (BA) am Donnerstag mitteilte.

Die BA sieht es als erwiesen an, dass die Schweizerin im Dezember 2015 mit ihrem damals rund vierjährigen Kind von Ägypten aus illegal nach Griechenland reiste. Anschliessend wollte sie über die Türkei nach Syrien gelangen und sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat anschliessen.

Die griechischen Behörden hinderten sie an der Weiterreise. Bei ihrer Einreise in die Schweiz wurde sie im Januar 2016 am Flughafen Zürich verhaftet.

Den Strafantrag will die BA an der Hauptverhandlung vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona stellen. Bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils gilt für die Frau die Unschuldsvermutung.