Verdächtiger gesteht Planung von grösserem Anschlag in Katalonien

Nach den Anschlägen in Katalonien hat einer der Terrorverdächtigen vor Gericht die Vorbereitung eines noch grösseren Anschlags gestanden. Dies verlautete am Dienstag aus spanischen Justizkreisen in Madrid. Er ist einer der vier überlebenden Mitglieder der Terrorzelle.

Diese – alle mit marokkanischen Wurzeln – waren zuvor in Madrid erstmals einem Richter vorgeführt worden. Die Aussage über Planungen für einen noch grösseren Anschlag stammt den Angaben zufolge von Mohamed Houli Chemlal, der am vergangenen Mittwoch in Alcanar bei einer Explosion vor den Anschlägen verletzt wurde. Chemlal bestätigte vor Gericht demnach seine Angaben aus einem Polizeiverhör.

Bei den Anschlägen von Barcelona und Cambrils wurden am vergangenen Donnerstag und Freitag 15 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Von den zwölf mutmasslichen Mitgliedern der Terrorzelle leben nur noch die vier, die nun in Madrid vor Gericht stehen. Die übrigen acht wurden von der Polizei erschossen oder starben bei der Explosion in Alcanar.