Kantonale Veterinäre werden beschimpft und bedroht

Die Polizei patroulliert vor dem Hof von Ulrich K., der wegen der Quaelerei von Pferden unter Verdacht steht, am Montag 7. August 2017, in Hefenhofen. (KEYSTONE/Christian Merz)

Amtstierärzte und deren Mitarbeiter werden auf Kontrollgängen regelmässig verbal attackiert – auch im Kanton Schwyz. In seltenen Einzelfällen kommt es sogar zu Gewaltanwendung.

 

Wohl kaum ein Fall von Tierquälerei beschäftigte das Land mehr als der Fall -Hefenhofen TG, wo Landwirt Ulrich K. letzte Woche polizeilich von seinem Hof abgeführt wurde. Seine vernachlässigten Pferde wurden beschlagnahmt und in die -Obhut der Schweizer Armee gegeben, wo sie derzeit gepflegt werden. Der fehlbare Bauer war schon länger auf dem Radar der Thurgauer Behörden und ist bereits wegen Verstössen gegen das Tierschutzrecht vorbestraft. Zunehmend in Kritik gerieten zuletzt auch die Thurgauer Veterinäre, denen seitens Tierschutz und Medien vorgeworfen wurde, sie hätten zu lange zugeschaut und Ulrich K. gewähren lassen.

Viele Fachleute haben den Fall -Hefenhofen mitverfolgt, so auch Andreas Ewy, Kantonstierarzt der Urkantone. Er ist sich sicher: «Die Vorwürfe gegen die Thurgauer Behörden sind zum Teil unsachlich.» So wurde etwa berichtet, die zuständigen Veterinäre hätten sich selbst mit Polizeischutz nicht mehr auf den Hof von Ulrich K. getraut und schliesslich externe Fachleute mit den Kontrollen beauftragt. «Der wahre Grund für diesen Schritt war ein anderer», weiss Ewy.

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt Ewy weiter, dass auch im Kanton Schwyz regelmässig Amtstierärzte und deren Mitarbeiter auf Kontrollgängen verbal attackiert werden. In seltenen Einzelfällen komme es sogar zu Gewaltanwendung. «Es ist leider eine -Tatsache, dass unsere Kontrolleure -beschimpft und im Einzelfall massiv bedroht werden.»

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