Japans Premier Abe bildet wegen fallender Zustimmung Kabinett um

Angesichts sinkender Zustimmungswerte hat Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sein Kabinett umgestellt. Zu den neu ernannten Ministern zählen viele gestandene Parteiveteranen.

Darunter ist der frühere Verteidigungsminister Itsunori Onodera, der diesen Posten wieder einnimmt, wie Chefkabinettssekretär Yoshihide Suga am Donnerstag bekanntgab. Suga selbst behält sein Amt.

Onoderas Vorgängerin Tomomi Inada war vergangene Woche zurückgetreten, nachdem bekanntgeworden war, dass ihr Ministerium Informationen über Risiken für japanische Blauhelmsoldaten bei der UNO-Friedensmission im Südsudan verheimlicht hat.

Nach Medienberichten soll Taro Kono neuer Aussenminister werden. Der bisherige Aussenminister Fumio Kishida soll ein höheres Amt in der regierenden Liberaldemokratischen Partei übernehmen. Einige Kabinettsmitglieder werden ihre Posten dagegen behalten.

Die Zustimmungswerte für Abe waren zuletzt unter 30 Prozent gesunken – der niedrigste Wert, seit er im Dezember 2012 sein Amt angetreten hatte. Der Premier war zuletzt in mehrere Skandale um Gefälligkeiten für seine Frau und einen langjährigen Freund verwickelt.