Nach Busunfall in Bayern bis zu 18 Tote befürchtet

Nach dem schweren Busunfall in Bayern hat die Polizei ihre Angaben zur Zahl der Vermissten auf 18 erhöht. Von Minute zu Minute schwinden die Hoffnungen, diese Vermissten noch lebend irgendwo ausserhalb des ausgebrannten Reisebusses finden zu können.

Dies sagte Polizeisprecher Jürgen Stadter am Montag im Fernsehsender N24. 30 Fahrgäste seien verletzt worden, mehrere von ihnen schwer.

Der mit insgesamt 48 Menschen besetzte Reisebus – 46 Fahrgäste und zwei Fahrer – war der Polizei zufolge am Montag in Sachsen gestartet. Zur genauen Herkunft der Reisegruppe und zum Ziel gab es zunächst keine Angaben, auch nicht über den Reiseanbieter.

Der Bus war am Montagmorgen kurz nach 7.00 Uhr nahe Münchberg im Landkreis Hof bei sich stauendem Verkehr auf einen Sattelzug aufgefahren und vollständig ausgebrannt. Übrig blieb nur noch ein verkohltes Gerippe des Wracks.

Grosseinsatz der Rettungsdienste

Die Polizei sperrte die A9 in beide Richtungen. Rund 200 Einsatzkräfte der Rettungsdienste, Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks und der Polizei waren vor Ort. Ausserdem waren mehrere Rettungshelikopter im Einsatz. Sie kreisten auch am Vormittag noch über der Unfallstelle zwischen der Anschlussstelle Münchberg-Süd und Gefrees.

Es bildeten sich lange Rückstaus. Das Polizeipräsidium Oberfranken rief die Bevölkerung über den Kurznachrichtendienst Twitter dazu auf, die Unfallstelle möglichst weiträumig zu umfahren. «In Richtung Süden bitte bereits über die A72 und A93 abfahren», hiess es beispielsweise.