Jedes Kind hat nun seine eigene Stieleiche

Setzten 20 Stieleichen: Eine Gruppe aus Arbeitern von Gemeinde und Genossame, Schülern und Lehrern sowie Landschaftsplaner Geni Widrig.

Am Mittwoch pflanzten beim Industriequartier Hämmerli in Wangen rund 20 Sechstklässler unter fachlicher Anleitung 20 Stieleichen. Die Baumreihe dient als Trenngürtel zwischen Industrie- und Siedlungsgebiet.

Ein Schüler schlägt mit einem Sappie gerade ein Loch aus dem Boden. Unweit davon entfernt nutzen zwei Mädchen zum gleichen Zweck eine Schaufel. Weiter hinten wird
bereits mit dem Akkuschrauber das Namensschild am Pfahl montiert.

Ja, die Kinder samt Lehrerin Sabrina Wälti hatten alle Hände voll zu tun, als sie am Mittwochvormittag die Gemeinde und die Genossame Wangen beim Pflanzen von 20 Stieleichen unterstützen durften. Die körperliche Arbeit in der Natur fanden die Sechstklässler «cool», wie sie sagten.

Doch wozu diese Pflanzaktion? Urs Reichmuth von der Gemeinde Wangen erklärt, dass mit dem Bau der Verbindungsstrasse ins Industriegebiet Hämmerli einige Bäume weichen mussten. Entsprechend würden jetzt zur Siedlungsrandbegrenzung und zur Aufwertung des Landschaftsbildes Ersatzbäume gepflanzt. Landschaftsplaner Geni Widrig weiss, es sind nicht irgendwelche Bäume: «Die Stieleiche ist der ökologisch wertvollste Baum.» In 80 Jahren werde er 30 Meter hoch sein – und den Kindern ihre jetzige Arbeit noch immer vor Augen führen.

Bezahlt werden die Stieleichen im gleichen Kostenverteiler wie die neue Strasse: 50 Prozent von der Gemeinde und je 25 Prozent von der Genossame Wangen und der Landi, wie Reichmuth erläutert. (sigi)