Kolumbianische ELN-Rebellen lassen zwei Geiseln frei

Kurz nach Beginn der neuen Verhandlungsrunde zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation ELN haben die Rebellen zwei Geiseln freigelassen.

Die vor rund einem Monat verschleppten Kolumbianer seien im Department Chocó im Nordwesten des Landes auf freien Fuss gesetzt worden, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz am Dienstag mit.

Zuvor hatten die Unterhändler beider Seiten in Ecuador die Friedensgespräche wieder aufgenommen. Die ELN verfügt etwa über 1500 Kämpfer und verübt immer wieder Anschläge auf Erdölpipelines. Die grössere Farc-Guerilla einigte sich Ende vergangenen Jahres mit der kolumbianischen Regierung auf einen Friedensvertrag und legt derzeit die Waffen nieder.

In dem bewaffneten Konflikt zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Rebellen und rechten Paramilitärs kamen seit den 1960er Jahren rund 220’000 Personen ums Leben. Millionen Menschen wurden zudem vertrieben. Für seine Verhandlungen mit den Farc-Rebellen war Präsident Juan Manuel Santos im vergangenen Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.