Drei Frauen kämpfen um zwei Solothurner Regierungssitze

Aus der Poleposition steigt SP-Kantonsrätin und Rechtsanwältin Susanne Schaffner aus Olten in die Stichwahl. Die 54-Jährige erzielte in der ersten Runde vom 12. März das beste Stimmresultat der Nichtgewählten.

Schaffner dürfte den Sprung in die Exekutive schaffen und die Nachfolge des zurücktretenden Regierungsrats Peter Gomm antreten. Der SP-Sitz in der Regierung gilt als unbestritten.

Optimistisch geben sich die Grünen, die erstmals einen Regierungssitz erobern wollen. Das soll Kantonsrätin und ehemalige Nationalrätin Brigit Wyss aus Solothurn schaffen. Die 57-jährige Umweltjuristin unterlag jedoch bereits vor vier Jahren im zweiten Wahlgang.

FDP ist herausgefordert

Die FDP will mit Marianne Meister, Kantonsrätin und Gewerbeverbandspräsidentin ihren zweiten Sitz verteidigen. Die 54-jährige Meister, Gemeindepräsidentin von Messen, erzielte im ersten Wahlgang kein berauschendes Ergebnis: Sie lag hinter den beiden linken Kandidatinnen von SP und Grünen.

Für die FDP steht bei der Stichwahl viel auf dem Spiel. Seit 65 Jahren hält die Partei zwei der fünf Sitze im Regierungsrat. Und seit 1984 stellt die FDP immer auch eine Frau in der Kantonsexekutive – zuletzt Esther Gassler.

Unterstützung erhält die FDP von der SVP, die auch im fünften Anlauf für einen Regierungssitz gescheitert war und ihren Kandidaten aus dem Rennen nahm. Die CVP legte sich nicht fest. SP und Grüne treten getrennt an.

Einen Sitz hat sich die FDP bereits gesichert. Bildungsdirektor Remo Ankli wurde im März mit dem besten Stimmenresultat wiedergewählt. Auch die beiden bisherigen CVP-Regierungsräte Roland Heim und Roland Fürst wurden im Amt bestätigt.